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Münster will aus "Gekko"-
Beteiligung aussteigen

[ 02.02.10 10:48 ]

Foto: Hellweg

HAMM/MÜNSTER. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster hat zusammen mit fünf anderen Parteien einen Antrag auf Ausstieg aus der Kohleverstromung in Hamm eingebracht. Die Stadtwerke Münster sollen ein Verkaufsverfahren einleiten, um die münsterische Beteiligung am im Bau befindlichen Kohlekraftwerk möglichst mit Gewinn zu verkaufen. Es geht um ein Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro.

Zunächst soll ein externer Wirtschaftsprüfer den heutigen Marktwert des „Gekko“-Anteils ermitteln. Ob der Marktwert des Anteils seit dem Einstieg der Stadtwerke im November 2007 an Wert verloren oder gewonnen hat, sei unklar. Draufzahlen wolle man jedoch nicht, erklärte Stadtwerke-Aufsichtsratsmitglied der SPD Dr. Michael Jung. Das Geschäft soll möglichst bis zum Ende des Jahres über die Bühne gegangen sein. Der Antrag wird am 3. Februar in den Rat eingebracht.

Die Stadtwerke Münster sollen sich in Zukunft von Öl und Kohle lösen und verstärkt auf Sonnen- und Windenergie setzen. Ziel sei es durch ein Klimaschutzprogramm bis 2025 alle derzeit rund 130.000 Kunden mit Strom aus erneuerbaren Energien oder der Kraft-Wärme-Kopplung zu versorgen. Der Erlös aus dem Anteilsverkauf des „Gekko“-Kraftwerkes soll zur Erreichung dieses Ziels eingesetzt werden. Man wolle einen Rückfall in die Steinkohlezeit verhindern, so Gerhard Joksch, Stadtwerke-Aufsichtsratsmitglied der Grünen. Im Hinblick auf die mögliche EU-Umsetzung des Handels mit Zertifikaten für Kohlendioxid-Emissionen ab 2010, könne die Investition in Steinkohle schnell zu einem Verlustgeschäft werden.

26 kommunale Unternehmen hatten sich damals zur so genannten Arbeitsgruppe GEKKO (Gemeinschaftskraftwerk Kohle) zusammengeschlossen und am Kraftwerk von RWE Power beteiligt. (hell)


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Kommentare

Kommentar #1 vom 03.02.10 16:38

Zitat:
Die Stadtwerke Münster sollen sich in Zukunft von Öl und Kohle lösen und verstärkt auf Sonnen- und Windenergie setzen.

Tja, das schafft die Pseudo Öko Stadt Hamm natürlich nicht und setzt weiter auf Retro Energie und baut sonn Mist auch weiter.
Unser OB hat ja auch das gleiche Parteibuch wie Rüttgers und Merkel, liegt es daran?
Deswegen steigen ja auch in NRW seit Rüttgers Amtsübernahme die CO2 Emissionen (Monitor.Bericht).
AtaciAnthro

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