HAMM-UENTROP. Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Krebsstudie am stillgelegten Thorium Hochtemperatur-Reaktor in Uentrop und die Abschaltung aller Kernkraftwerke waren die zentralen Forderungen der Bürgerinitiativen aus Hamm und Ahaus bei einer Kundgebung am 26.04.2008, dem Jahrestag des Super-GAUs in Tschernobyl 1986.
Ca. 100 THTR- und Kernkraftgegner versammelten sich vor der Reaktorruine des THTRs in Uentrop und machten deutlich wie hochgefährlich und unbeherrschbar Kernreaktoren seien. Die Weigerung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, eine wissenschaftlich fundierte Krebsstudie im Raum Hamm und Lippetal in Auftrag zu geben, sei ein weiteres Zeichen dafür, dass Politik und Wirtschaft keinerlei Plan hätten, wie man mit den Folgen von Kernenergie umgehen soll. Als Begründung dafür, dass in Hamm keine Krebsstudie erstellt wurde, gibt das Bundesamt für Strahlenschutz an, dass man Forschungsreaktoren und Anlagen mit kurzer Betriebsdauer nicht untersuchen müsse. Der THTR in Uentrop lief von 1983 bis 1989 insgesamt 16.410 Betriebsstunden.
Bis heute - nach über 20 Jahren - ist die Atom-Ruine nicht abgerissen, sondern nur “sicher eingeschlossen”. Der Bau des THTR hat damals rund zwei Milliarden Euro gekostet. Die Stilllegung und der "sichere Einschluss” bis heute ca. 400 Millionen Euro. 5,6 Millionen Euro jährlich kostet der derzeitige Stilllegungsbetrieb des Reaktors. Der Großteil davon wird vom Land bezahlt. Laut BI Hamm schießt die RWE, einer der früheren Betreiber des Reaktors, lediglich 160.000 Euro dazu.
Der Rückbau des Reaktors, der erst 2027 möglich sein könnte, würde wahrscheinlich viele hundert Millionen Euro kosten.
Als Zeichen für die unbeherrschbare Ausbreitung atomarer Abfälle ließen die Atomgegner Luftballons in den Himmel aufsteigen. (hell)
Kommentar #2 vom 27.04.08 12:57
Keine Angst ... http://youtube.com/watch?v=SOqQucrIyl8
Kommentar #1 vom 27.04.08 11:42
wie recht der typ doch hat. wir haben in deutschland eine überproduktion von strom die bei 65% liegt... toll, einfach für nix...
zudem kenn ich selber mehrere fälle die seiner zeit eine fehlgeburt hatten. ich schätze das liegt daran dass die entsprechenden personen (so auch ich) während der schwangerschaft ausschliesslich milch konsumierten die von kühen stammte die im umkreis des thtr auf wiesen weideten.
nach einen umzug nach kamen, klappte es übrigens dann mit dem nachwuchs...da es auch nicht mehr möglich war vom lokalen bauern milch zu beziehen.
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