[ 03.02.10 11:58 ]
Da immer wieder Fußspuren auf den Eisdecken der städtischen Gewässer zu sehen sind, warnt die Feuerwehr Hamm nocheinmal eindringlich davor die Eisflächen der Stadt zu betreten. Es habe sich zwar eine Eisdecke auf den Gewässern gebildet, doch sei diese sehr instabil und unvorhersehbar.
Die Feuerwehr der Stadt Hamm bereitet sich derzeit auf die Rettung von im Eis eingebrochenen Personen vor. Die Retter verfügen über eine spezielle Schutzkleidung, die es ihnen erlaubt sich maximal 20 bis 25 Minuten im Wasser zu bewegen.
Ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Rettung aus dem Eiswasser sei die Zeit, so Hamms leitender Branddirektor Wilhelm Tigges. Das eiskalte Wasser direkt unter der Eisdecke (meist ein bis zwei Grad Celsius) entziehe dem Körper rasant die Wärme – 27-mal schneller als an der Luft. Binnen 15 Minuten könne ein Mensch – je nach Umständen – an den Folgen einer Unterkühlung sterben.
Für den Fall eines Einbruchs ins Eis gilt, Verunglückte möglichst wenig zu bewegen. Zudem müssen unterkühlte Menschen sehr vorsichtig transportiert werden, damit sich kaltes und warmes Blut nicht vermischen. Nasse Kleidung sollte umgehend vom Körper entfernt und der Patient in trockene Decken eingehüllt werden. Der Verunfallte sollte immer betreut werden, da Bewusstlosigkeit und Atem-/Kreislaufstillstand auch nach der Rettung drohen. Entdeckt man einen Verunglückten, sollte man umgehend den Rettungsdienst alarmieren und sich nicht selbst auf Eis begeben, um eine Rettung vorzunehmen. Die Feuerwehr sei nach sechs bis sieben Minuten vor Ort im Wasser, um Hilfe zu leisten. Dem Verunglückten sollten aus Gründen des Selbstschutzes nur eine Leiter, eine Leine oder zur Not ein stabiler Ast o. ä. gereicht werden – nicht direkt die Hand. Das Risiko an der Einbruchstelle selbst einzubrechen oder ins Wasser gezogen zu werden ist groß.
(hell)
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