Abwarten heißt es erstmal im Hammer Rathaus in Sachen Nutzung von De-Mails. "Das gilt im Übrigen auch für vergleichbare Angebote wie den Hybridbrief", erklärt Klaus-Dieter Poppe, Abteilungsleiter des Bereiches Informationstechnik und Kommunikationsservice. Derzeit gebe es noch viele offene Fragen, die von den verschiedenen Anbietern zu klären seien. Denn Experten warnen derzeit vor Sicherheitslücken. So sei insbesondere die Rechtsverbindlichkeit zumindest noch juristische Grauzone, da die De-Mail nicht mit der digitalen Unterschrift gleichzusetzen sei, so die Stadt. Bei der Stadt Hamm ist die digitale Unterschrift derzeit noch nicht zugelassen.
Klaus-Dieter Poppe, betont dass die Einführung des neuen Systems für die Stadt Hamm mit hohen Kosten verbunden sei. Das Versenden einer solchen Mail kostet in etwa soviel wie eine Briefmarke. "Grundsätzlich stehen wir neuen Entwicklungen positiv gegenüber, wie sich an vielen Stellen zeigt. Als Stadt Hamm haben wir jedoch eine besondere Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen - das gilt insbesondere für den Umgang mit sensiblen Daten. Ich denke, dass das die Bürgerinnen und Bürger auch mit Recht von uns erwarten", sagte Poppe. Seien alle Fragen im Bezug auf De-Mails, Hybridbriefe und andere Angebote geklärt, werde man sich neu mit einer möglichen Einführung beschäftigen.
Mit einer De-Mail kann man nach einer Registrierung über ein zertifiziertes Verfahren bei einem Anbieter wie z.B. GMX, Web oder Telekom vertrauliche E-Mails versenden. Damit kann man sicherstellen, dass die digitale Post auch tatsächlich vom genannten Absender verschickt worden ist. (hell)
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