Im Zuge des Entwicklungskonzeptes "Im Westen was Neues" auf dem ehemaligen Gelände Schacht-Franz, erwägt die Stadt jetzt die Errichtung der ersten städtischen Hundeauslaufzonen. Auf insgesamt 200qm aufgeteilt in zwei gleichgroße Flächen sollen Hundebesitzer die Möglichkeit haben, ihren Hunden Auslauf nach Vorschrift zu bieten. Die Flächen sollen in einem Waldstück an der Schachtstraße und in der Nähe des Nord-Süd-Radweges an der Zechenbrache entstehen.
Die Hundeauslaufzonen werden deshalb nötig, damit sich freilaufende Hunde und Picknicker auf der geplanten Multifunktionswiese nördlich der Dortmunder Straße nicht in die Quere kommen. Die Stadt will insbesondere zu Beginn der der freigegebenen Bereiche Kontrollen durchführen. Rund 9.400 Hunde gibt es derzeit in Hamm. (hell)
Kommentar #1 vom 20.07.10 16:11
Einnahmefläche statt Auslauffläche
Für wie dumm hält eigentlich die Stadt Hamm die Hammerhundehalter? Da sollen im Westen zwei Auslaufflächen nahe beieinander liegend geschaffen werden, die gerade mal 100 m² groß sind. Es wird auch tatsächlich überlegt ob diese Flächen eingezäunt werden sollen. Dabei entspricht die Größe gerade mal der eines größeren Zwingers oder eines geräumigen Vorgarten. Dieser sommerliche Aprilscherz wirft die Frage auf, hat die Stadt Hamm bei dieser Entscheidung fachliche Hilfe in Anspruch genommen? Wohl kaum, es sieht eher nach einem Wohltätigkeitsgebaren aus, mit versteckter Absicht und Hintergrund. Seit Jahren fordere ich, Auslaufflächen für die einzelnen Stadtbezirke zu schaffen. Immer wieder bin ich auf Ablehnung gestoßen. Es ist unverkennbar, dass nach dem Öffnen des Haushaltsloches verstärkt die Hundehalter ins Visier genommen werden, die die Hunde unangeleint laufen lassen. Das war und ist eine große Einnahmequelle, die nach dem Tierschutzgesetz dazu noch nicht einmal auf rechtlich festem Boden steht. Mit diesen geplanten Flächen steht der Stadt nunmehr eine weitere große Einnahmefläche zur Verfügung und für Hunde schon gar keine Auslauffläche. Verstärkt soll darauf geachtet werden, dass die Verordnungen eingehalten werden. Die Stadt schlägt damit gleichzeitig zwei Fliegen mit einer Klappe. Hundehalter und Grillfans werden überwacht und zur Kasse gebeten. Es ist schon traurig und macht auch wütend mitzuerleben, wie die Stadt den Hundehaltern gegenübertritt und handelt, gerade auch nach der Erhöhung der Hundesteuer. Es ist an der Zeit, dass einige Verantwortliche in der Verwaltung an die kurze Leine genommen werden, um diese fachlich unqualifizierten angeordneten Maßnahmen zu unterbinden.
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